Das geostrategische Schicksal Armeniens
- 23. Mai
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Aktualisiert: 24. Mai
Die bevorstehenden Wahlen könnten die geostrategische Ausrichtung Armeniens besiegeln. Sie werden darüber entscheiden, ob sich das Land dem Westen anschließt oder den Weg einschlägt, den zuvor auch Georgien gegangen ist und somit unter den Einfluss Russlands gerät.
Beide globalen Akteure mischen beim Wahlkampf mit harten Bandagen mit. Während die EU die Regierung Paschinjan unterstützt, macht sich Moskau für die Opposition stark.
Beiden geht es dabei in erster Linie um die Kontrolle der Energieströme, die künftig aus Zentralasien nach Europa fliessen sollen.
1) Die EU wirbt in Jerewan für einen Wahlsieg Nikol Paschinjans
2) Auch wenige Tage vor den Wahlen spielt Moskau bewusst mit den Ängsten der Bevölkerung vor harten Folgen für die armenische Wirtschaft und Politik. Die Wirtschaft Armeniens ist weitgehend von Ruslland abhängig.
„Pashinyan verfolgt eine feindselige Politik gegenüber Russland und nutzt dabei zynisch die Möglichkeiten aus, die unser Land bietet“, erklärte der Sprecher des russischen Staatsduma, Wjatscheslam Wolodin. „Das ist unehrlich. Wie ich bereits sagte, haben wir all das in der Ukraine gesehen. Das wird zu nichts Gutem führen.“
„Wenn ein gewisser Mann mit dem Spitznamen Nikol versucht, auf zwei Stühlen zu sitzen, riskiert er, schmerzhaft zu landen“, schrieb am 24. Mai der stellvertretende Leiter des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew auf seinem Account bei MAKS (russisches soziales Netzwerk).
3) Russland und dem Westen geht es um mehr: nämlich um die Kontrolle der Energieströme, die künftig aus Zentralasien nach Europa fliessen sollen.
Die USA und die EU setzen auf die Förderung der sogenannten Trump-Route, die Armenien und Aserbaidschan verbinden und Frieden zwischen den zwei Nachbarstaaten stiften soll.

Drei Berichte für die «Trump-Route»:
Ein Bericht gegen die «Trump-Route»: The fragile geopolitics behind the TRIPP corridor, Hrair Balian




